https://www.360-digital.ch/blogs/news/interim-marketing-ecommerce
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Montagmorgen, 08:12 Uhr.
Der Kalender ist voll, das Weekly startet in 18 Minuten, und ich sitze da mit einem Kaffee, der längst kalt ist. Nicht weil ich dramatisch sein will, sondern weil ich gerade realisiere, was dieser eine Satz bedeutet: «Sie ist für mehrere Monate raus.» In diesem Moment ist das keine HR-Notiz. Das ist ein Betriebsrisiko. Nicht wegen der Arbeitslast. Sondern weil in Marketing und eCommerce extrem viel Wissen nicht in Dokumenten steckt, sondern in Köpfen, Routinen und kleinen Entscheidungen. Und sobald diese Person fehlt, kippt es selten spektakulär. Es kippt leise.
Im Weekly klingt noch alles «machbar». Das Team ist motiviert, alle wollen einspringen. Ich kenne das: gute Leute, gute Absichten.
1. Kampagnen laufen weiter, aber die Qualität sinkt. Kleine Fehler in Zielgruppen, Budgets, Creatives oder Landingpages. Nichts, was sofort auffällt. Aber genug, um Geld zu verbrennen.
2. Zahlen werden schwammig. Tracking-Details, Attribution, Reportings: Wenn niemand mehr genau weiss, was «richtig» ist, wird aus Steuerung plötzlich Bauchgefühl.
3. Prioritäten werden zum Pingpong. Stakeholder wollen Antworten, das Team will Klarheit, und plötzlich werden Entscheidungen im Kreis gedreht.
4. Das Tempo leidet. Nicht weil das Team zu langsam ist, sondern weil Abstimmungen, Freigaben und «Wer macht das eigentlich?» mehr Zeit fressen als die Umsetzung.
Und dann kommt dieser Moment, den jede Führungskraft kennt: Du merkst, dass du nicht nur ein Loch stopfst, sondern gleichzeitig verhindern musst, dass das Team ausbrennt.
Kann funktionieren. Kurzfristig. Wenn es ein paar Tage sind.
Bei 3 bis 6 Monaten wird es aber kritisch, weil sich zwei Dinge überlagern:
1. Operatives Tagesgeschäft lässt sich verteilen.
2. Verantwortung, Qualität und Überblick lassen sich nicht beliebig aufteilen, ohne dass alles zäh wird.
Das ist wie bei einem Orchester: Du kannst einzelne Stimmen ersetzen. Aber wenn die Person fehlt, die den Takt hält und weiss, wann wer einsetzt, klingt es irgendwann nicht mehr nach Musik, sondern nach «alle spielen irgendwie mit».
- Schnell handlungsfähig, ohne lange Recruiting-Zyklen
- Stabilität ohne Team-Überlastung
- Weniger Risiko bei Umsatz, Tracking, Kampagnenqualität
- Klare Prioritäten statt Dauer-Feuerwehr
- Saubere Übergabe, damit du nicht doppelt bezahlst (einmal für Interim, einmal für das Wiederfinden von Wissen)
- Eine Interim-Person ist nicht «die Marke im Kopf seit 10 Jahren». Das kann man aber mit einem klaren Onboarding sehr schnell kompensieren.
- Wenn intern niemand verfügbar ist für kurze Rückfragen, wird es zäher. Ich brauche keine Dauerbegleitung, aber eine Ansprechperson für Entscheide ist wichtig.
- Interim ist kein Ersatz für Kulturarbeit. Wenn das Team grundsätzlich unklar geführt ist, kann Interim stabilisieren, aber nicht alles heilen.
Das passt besonders gut für KMU und mittelgrosse Teams in der Schweiz, wenn im Marketing oder eCommerce jemand länger ausfällt oder eine Vakanz entsteht. Meist geht es um eine Übergangszeit von rund 3 bis 6 Monaten mit einem Pensum von ca. 10 bis 30 Prozent. Ideal ist es dann, wenn es schnell wieder stabil laufen muss, ohne dass dein Team zusätzlich belastet wird.
👉 Online-Termin buchen: Wir schauen gemeinsam, wo es gerade klemmt, was sofort stabilisiert werden muss und wie eine Interim-Lösung bei dir konkret aussehen könnte. Du bekommst eine ehrliche Einschätzung, ob es passt und welche nächsten Schritte sinnvoll sind.
Fragen & Antworten
Interim Marketing bedeutet, dass du für eine begrenzte Zeit eine erfahrene Marketing- oder eCommerce-Person ins Team holst, die schnell Verantwortung übernimmt und laufende Aktivitäten stabilisiert. Es lohnt sich besonders bei längeren Ausfällen, Vakanzen oder wenn Projekte sonst ins Stocken geraten und du kurzfristig Klarheit, Tempo und verlässliche Zahlen brauchst.
In vielen Fällen ist ein Start kurzfristig möglich, oft innerhalb weniger Tage bis weniger Wochen. Erste sichtbare Resultate entstehen meist sehr schnell durch Stabilisierung der laufenden Kampagnen, Ordnung im Tracking und eine klare Prioritätenliste. Spätestens nach rund 10 Arbeitstagen hast du in der Regel ein sauberes Bild mit Risiken, Quick Wins und nächsten Schritten.
Die Kosten hängen vom Umfang, der Verantwortung und der Komplexität deiner Setups ab, zum Beispiel ob es um reine Operative geht oder auch um Steuerung, Reporting und Partnerkoordination. Typisch sind Einsätze von 3 bis 6 Monaten mit einem Pensum von etwa 10 bis 30 Prozent. Am sinnvollsten ist ein kurzes Erstgespräch, damit Aufwand, Ziel und Budget realistisch eingeschätzt werden können.